Rolf Keller
30.11.2011, 10:46
Zwar erst auf den Winterflugplan 2012/13 hin, aber doch dramatisch: Lufthansa beendet die Verträge über die 6 ContactAir Fokker 100, die zurzeit unter dem Label «Lufthansa Regional» eingesetzt werden. Gründe sind die zusätzlichen Sparmassnahmen von Lufthansa sowie eigene Flottenzugänge, sprich 6 weitere neue ERJ-195 von CityLine und ein weiterer ERJ-190 bei Augsburg Airways.
ContactAir fliegt seit 1983 im Verbund der Lufthansa, zuerst im Auftrag der DLT, später unter dem Dach des «Team Lufthansa» bzw. von «Lufthansa Regional». Ursprünglich bestand die Flotte aus DHC-8-100 und -300. 1996 wurden sie ersetzt durch 11 Fokker 50 aus Beständen der Lufthansa CityLine. Diese wiederum wichen 2003 neun ATR42-500 aus der Eurowings-Flotte, die 2005 teilweise durch sechs ATR 72-500 von Eurowings ersetzt wurden. Mit einer neuerlichen Restrukturierung der LH-Regionalflotte mussten die ATR 42/72 bis Frühjahr 2010 stillgelegt und verkauft werden. Bereits ab Sommerflugplan 2008 betreibt ContactAir zwei Fokker 100 in Star Alliance-Bemalung für Swiss. Mit den Aufträgen von «Lufthansa Regional» für weitere sechs Fokker 100 wurde ContactAir 2010 zum reinen Fokker 100-Operator, jedoch exklusiv für die LH-Gruppe.
Da ContactAir ausschliesslich die 6 Fokker 100 für Lufthansa und die 2 Fokker 100 für Swiss betreibt, ist dies ein herber Schlag für die Airline und den Flughafen Saarbrücken, wo sich die technische Basis und Wartung befinden. Den administrativen Sitz hat ContactAir erst zum 1. Oktober 2011 neu in Filderstadt, einige Kilometer südlich des Stuttgarter Flughafens, bezogen. Es wird sich zeigen, ob Lufthansa für ContactAir einen neuen Platz innerhalb der Gruppe definiert, oder ob die Zusammenarbeit definitiv eingestellt wird.
Die Situation mahnt daran, wie es auch Helvetic Airways ergehen könnte, sobald Swiss die Bombardier CSeries erhalten wird. Drei Maschinen von Helvetic fliegen bekanntlich mit fixen Stundenleistungen für Swiss. Wie die Fokker 100 von ContactAir werden die Maschinen der Helvetic Airways beim Eintreffen der CSeries rund 20jährig sein, mit einer wohl deutlich schlechteren Performance als die neuen Maschinen.
ContactAir fliegt seit 1983 im Verbund der Lufthansa, zuerst im Auftrag der DLT, später unter dem Dach des «Team Lufthansa» bzw. von «Lufthansa Regional». Ursprünglich bestand die Flotte aus DHC-8-100 und -300. 1996 wurden sie ersetzt durch 11 Fokker 50 aus Beständen der Lufthansa CityLine. Diese wiederum wichen 2003 neun ATR42-500 aus der Eurowings-Flotte, die 2005 teilweise durch sechs ATR 72-500 von Eurowings ersetzt wurden. Mit einer neuerlichen Restrukturierung der LH-Regionalflotte mussten die ATR 42/72 bis Frühjahr 2010 stillgelegt und verkauft werden. Bereits ab Sommerflugplan 2008 betreibt ContactAir zwei Fokker 100 in Star Alliance-Bemalung für Swiss. Mit den Aufträgen von «Lufthansa Regional» für weitere sechs Fokker 100 wurde ContactAir 2010 zum reinen Fokker 100-Operator, jedoch exklusiv für die LH-Gruppe.
Da ContactAir ausschliesslich die 6 Fokker 100 für Lufthansa und die 2 Fokker 100 für Swiss betreibt, ist dies ein herber Schlag für die Airline und den Flughafen Saarbrücken, wo sich die technische Basis und Wartung befinden. Den administrativen Sitz hat ContactAir erst zum 1. Oktober 2011 neu in Filderstadt, einige Kilometer südlich des Stuttgarter Flughafens, bezogen. Es wird sich zeigen, ob Lufthansa für ContactAir einen neuen Platz innerhalb der Gruppe definiert, oder ob die Zusammenarbeit definitiv eingestellt wird.
Die Situation mahnt daran, wie es auch Helvetic Airways ergehen könnte, sobald Swiss die Bombardier CSeries erhalten wird. Drei Maschinen von Helvetic fliegen bekanntlich mit fixen Stundenleistungen für Swiss. Wie die Fokker 100 von ContactAir werden die Maschinen der Helvetic Airways beim Eintreffen der CSeries rund 20jährig sein, mit einer wohl deutlich schlechteren Performance als die neuen Maschinen.